„Hilfe statt Verzögerung“ – Unsere Kundgebung in Hamburg

Am 3. Mai 2025 waren wir mit Unterstützer*innen auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz in Hamburg, um ein deutliches Zeichen zu setzen: Die Sanktionen gegen Syrien müssen beendet werden. Nicht irgendwann – sondern jetzt.

Die wirtschaftliche Lage in Syrien spitzt sich immer weiter zu. Viele Menschen können ihre Familien kaum noch versorgen, Hilfsgüter kommen verspätet an, und Organisationen vor Ort stoßen an ihre Grenzen. Sanktionen mögen politisch gedacht sein – im Alltag treffen sie aber vor allem die Zivilbevölkerung.

Warum wir auf die Straße gegangen sind

Viele von uns haben Angehörige in Syrien, die Tag für Tag unter den Folgen der Sanktionen leiden. Medikamente fehlen, Überweisungen dauern lange, und wichtige Projekte werden zusätzlich erschwert. Unsere Botschaft war deshalb klar:

Wenn es wirklich einen Neuanfang für Syrien geben soll, müssen die Sanktionen ausgesetzt werden.

Gerade jetzt braucht Syrien Stabilität und Unterstützung – nicht neue Hürden.

Die Stimmung vor Ort

Auch wenn wir an diesem Tag nicht sehr viele waren, hatte die Kundgebung etwas sehr Besonderes. Gerade die kleinere Gruppe hat dazu geführt, dass Gespräche persönlicher wurden: Menschen kamen schnell miteinander ins Gespräch, erzählten von ihren Familien, ihren Sorgen und ihrer Hoffnung auf Veränderung.

Es war ein warmes, solidarisches Treffen – eines, das nicht auf Lautstärke, sondern auf echter Verbundenheit beruhte. Und vielleicht war genau das der wertvollste Teil dieses Nachmittags.

Unerwartete politische Bewegung

Nur wenige Tage nach unserer Kundgebung kündigten sowohl die USA als auch die EU an, ihr Sanktionsregime gegenüber Syrien teilweise zu lockern. Uns ist bewusst, dass große politische Entscheidungen nicht wegen einer einzelnen Aktion getroffen werden. Trotzdem zeigt dieser Zeitpunkt:

Öffentlicher Druck, Engagement und gemeinsame Stimmen können etwas in Bewegung setzen.

Unsere Forderungen sind nicht abstrakt, sondern spiegeln das Leben vieler Familien wider – hier in Deutschland und in Syrien. Genau diese Realitäten müssen in politischen Entscheidungen stärker berücksichtigt werden.

Wie es jetzt weitergeht

Für uns endet das Thema nicht mit dieser Kundgebung. Wir wollen weiter Stimmen aus der Community sammeln, mit Expert*innen sprechen und sichtbar machen, welche Maßnahmen den Menschen in Syrien wirklich helfen – jenseits politischer Symbolik. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass syrische Stimmen in Deutschland hörbar bleiben – und gehört werden.

Wer uns unterstützen möchte, kann:

  • an kommenden Veranstaltungen teilnehmen,
  • sich als Mitglied oder Ehrenamtliche*r einbringen,
  • oder unsere Beiträge und Informationen in den eigenen Netzwerken teilen.

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